| Freie Gewerkschaften auf Kuba verboten – kubanische Arbeitnehmer ohne Schutz |
| Sonntag, 19. November 2006 | |
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Druck auf die kubanische Regierung wächst Die unabhängige Initiative „Grupo Internacional por la Responsabilidad Social Corporativa en Cuba “, GIRSC, verurteilte die Vorgehensweise der kubanischen Behörden gegenüber einheimischer Arbeitnehmer. Die GIRSC ist ein internationales Gremium, um die Weltöffentlichkeit auf die Situation in Kuba aufmerksam zu machen. Auf der Insel sind unabhängige Gewerkschaften verboten. Die Beschlüsse der Internationalen Organisation der Arbeit, ILO werden mit Füssen getreten.
Modroño erwähnte die Lage einer Gruppe kubanischer Arbeiter in einer Schiffwerft auf der karibischen Insel Curacao. Die kubanischen Arbeitnehmer müssen dort gegen ihren Willen für den kubanischen Staat arbeiten. Ihnen droht eine Gefängnisstrafe, falls sie sich weigern. Drei Arbeiter dieser Gruppe konnten fliehen. Sie haben die „Curacao Drydock Company“ verklagt. Die Kubaner werfen der Firma aus Curacao vor (in Abmachung mit der kubanischen Regierung) sie wie Sklaven behandelt zu haben. Ca. 100 kubanische Arbeitnehmer sind auf der Werft in Curacao tätig. Ihr Lohn liegt bei 3.5 ¢ / h (ca. $16 US-Dollars/Monat). Ihre Arbeitszeit liegt bei 16 h täglich und 112 h in der Woche. Außerdem werden sie extrem gefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Die Kubaner müssen ohne jeglichen Arbeitschutz unter einer extremen Hitze und mangelnder Hygiene arbeiten – sagte das Mitglied der GIRSC, Luz Modroño -. Gleich nach ihrer Ankunft in Curacao wurden den kubanischen Arbeitnehmern die Reisepässe entzogen. In ihrer Freizeit zwingt man sie Videos mit den Reden von Fidel Castro anzusehen. Einer der Aufseher ist ein Neffe des kubanischen Staatschefs. Die „Grupo Internacional por la Responsabilidad Social Corporativa en Cuba” (GIRSC) hat wiederholt angeprangert, dass die kubanische Regierung die Beschlüsse der Internationalen Organisation der Arbeit, ILO verletze. Luz Modroño betonte, die kubanischen Arbeiter haben keine Mittel, um sich gegen diese Situation zu wehren. In Kuba sind freie Gewerkschaften verboten. In der Illegalität entstanden unabhängige Gewerkschaften deren Wortführer ständig verfolgt und inhaftiert werden. Die „Internationale Organisation der Arbeit“, ILO und der „Internationale Bund Freier Gewerkschaften“, ICFTU versuchten vergeblich Beobachterdelegationen nach Kuba zu entsenden. Die kubanische Regierung erteilte keine Einreisegenehmigungen. “In Wien fand vor kurzem die Gründung des „Internationalen Gewerkschaftsbundes“ IGB statt. Die Delegierten äußerten ihre Solidarität mit dem unabhängigen Gewerkschaftsbund Kubas „Consejo Unitario de Trabajadores de Cuba “ unter der Leitung des Gewerkschaftler Pedro Pablo Alvarez Ramos“. Die CTC –die regierungstreue und einzige zugelassene Gewerkschaft Kubas wurde zur Gründungsveranstaltung des IGB nicht eingeladen - erklärte abschließend Luz Modroño. ENDE Das Interview wurde von Boris Luis Santa Coloma durchgeführt |