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Mahnwache vor der kubanischen Vertretung in Berlin anlässlich des 5. Jahrestages der großen Verhaftungswelle von Oppositionellen, bekannt unter den Namen „Schwarzen Frühling“
Am 18. Mrz. 2008 versammelten sich vor der kubanischen Botschaft in Berlin Vertreter zahlreiche Organisationen sowie kubanische Menschenrechtler mit dem Ziel, an die Ereignisse vor fünf Jahren in Kuba und die Lage der Menschenrechte auf der Insel zu erinnern. Damals wurden 75 Menschen in Kuba zu langen Haftstrafen in Schnellverfahren verurteilt. Diese Tat erregte eine weltweite Empörung. 55 der damals verurteilten Oppositionellen sitzen nach wie vor in Haft.
Die Teilnehmer der Aktion vor der kubanischen Botschaft in Berlin wollten damit ein Zeichen setzen über die Notwendigkeit der bedingungslosen Freilassung der inhaftierten Menschenrechtler in Kuba. Die Anwesenden folgten eine Einladung des Vereins „Kuba-Demokratische Zukunft“ und nahmen an eine Mahnwache vor der Botschaft teil. Es wurden Kerzen für die politischen Gefangenen angezündet. Die Teilnehmer erinnerten an die Lage in den Gefängnisse in Kuba und verlangte die Wiederherstellung der Bürgerrechte, damit niemand in Kuba wegen seiner Meinung, Religion oder Sex verfolgt wird. Vor dem Sitz der kubanischen Regierung in Deutschland erinnerte Santa Coloma, dass es keine Alternativen für die Reformen in Kuba gebe.
Die Anwesenden hielten eine Schweigeminute für die politischen Gefangenen auf der Insel. Ein Mitglied des Vereins "Kuba-Demokratische Zukunft" lass einen Brief der „Damen in Weiß“ an die Weltöffentlichkeit. Darin erinnerten die Frauen und Mütter der 75 Opfer der Massenverhaftungen von 2003, dass die Situation ihrer Angehörigen nach wie vor sehr kritisch sei. „Unsere Angehörige sind unschuldig. Sie wurden willkürlich in Schauprozesse verurteilt“ – betonnten die „Damen in Weiß“ in ihrem Schreiben. Die Teilnehmer der Mahnwache hielten dann eine Schweigeminute zur Erinnerung an die politischen Gefangenen sowie alle Opfer des Totalitarismus auf Kuba.
Anschließend wurden Passagen der Bibel gelesen. Ein Aktivist der deutschen Menschenrechtsbewegung lass den Brief eines politischen Gefangenen an die Welt.
In seinem abschließenden Worte erinnerte der Vorsitzende des Vereins "Kuba-Demokratische Zukunft", Boris Luis Santa Coloma an die Notwendigkeit der Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Er verlangte die Wiederherstellung der bürgerlichen Freiheiten in Kuba. Santa Coloma erinnerte auch an die Lage in Tibet. In seine Worte betonnte er die Verbindung der Sache der kubanischen und der tibetischen Menschenrechtler bei der Verteidigung der individuellen Freiheiten auf der Welt. Er erinnerte an die Beteiligung der Volksrepublik China beim technischen Aufbau des repressiven Machtapparats Kubas sowie bei der Lieferung von Anlagen, um Rundfunksignale aus dem Ausland zu stören.Santa Coloma betonnte, dass Kuba Reformen braucht und als aller erste soll den Kubaner das Recht eingeräumt werden, über ihr eigenes Schicksal selber zu entscheiden. Nicht die Repression, sondern der Dialog soll der Schlüssel zur Lösung aller Probleme in Kuba werden. Die kommunistischen Machthaber müssen anderen Kräfte im Land ein Mitspracherecht bei den zukunftsträchtigen Entscheidungen einräumen. Die Verhaftung von Oppositionellen, Menschenrechtler und Andersdenkenden sind der falsche Weg.
Abschließend erklärte Santa Coloma: „Die Opfer der Verhaftungswelle von 2003 wollten nur eine friedliche Wende. Viele von ihnen sitzen immer noch unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kerker. Sie verdienen unsere Unterstützung und Anerkennung“ – erklärte er abschließend.
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