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Die deutsche Zeitung "Volksstimme" ist in Kuba unerwünscht
Volksstimme-Verbot für Castros rote Insel Kuba : Das wurde aus diplomatischen Kreisen des kommunistischen Landes anlässlich einer geplanten Pressereise und dem damit verbundenen Einreiseverbot für Volksstimme-Chefreporter Bernd Kaufholz bekannt.
Die Vorgeschichte : Das kubanische Fremdenverkehrsamt führt im Zusammenhang mit der im November stattfindenden Tourismus- und Caravaning-Messe in Leipzig ab morgen eine einwöchige Reise auf die Karibikinsel durch. Dabei sollen Land und Leute des diesjährigen Partnerlands der Reisemesse vorgestellt werden.Angemeldet waren Journalisten der Mitteldeutschen Zeitung, der Sächsischen Zeitung, der Lausitzer Rundschau und der Volksstimme.
Dem Volksstimme-Mitarbeiter wurde aus Havanna kein Visum erteilt. Nach mehrfacher Nachfrage bei der kubanischen Botschaft in Berlin äußerte sich Deborah Azcuy von der Presseabteilung der kubanischen Botschaft telefonisch dahingehend, dass die Regierung Kubas keinen Wert auf eine Berichterstattung in der Volksstimme lege.
Nach Volksstimme-Informationen soll Anlass für den Affront der Beitrag einer freien Autorin auf der Volksstimme-Reiseseite vom 12. August 2006 " Morbides Paradies für Devisen " sein. Darin klangen auch kritische Töne an.
So wurde darauf hingewiesen, dass die " Pracht der kilometerlangen Uferpromenade Havannas zerfällt ", dass Sprit für Einheimische limitiert, und die gesamte " Grundversorgung rationiert " ist. " Der Jubel der Revolution ist in der Mangelwirtschaft erstickt ", wurde festgestellt und die Frage aufgeworfen : " Was kommt nach Fidel Castro ?" Das Schweigen auf kritische Fragen zur Person des Staatslenkers zeige die Verunsicherung der Kubaner.
Mit Kritik könne man umgehen, sagte die Presseverantwortliche der kubanischen Botschaft, ohne gezielt auf den Volksstimme-Beitrag einzugehen. Aber nicht mit " Verleumdungen, Lügen und der Beleidigung von Repräsentanten " ihres Landes.
Trotz Intervention der Pressestelle der TMS Messen-Kongress-Ausstellungs GmbH und der Warnung, auf Grund der willkürlichen Zensur die Reise komplett abzusagen, blieb die kubanische Regierung dabei, dem Volksstimme-Chefreporter, der selbst noch nie in Kuba war, keine Beziehungen dorthin pfl egt und noch nie einen Artikel über den Inselstaat verfasst hat, kein Visum zu erteilen. Offiziell hieß es lediglich, dass das Einreiseverbot aus " Budgetgründen " ausgesprochen wurde.
Reisemesse-Pressesprecherin Petra Strelau schrieb in einer E-Mail an die Teilnehmer : " Trotz tagelanger Bemühungen und inzwischen sich verschärfender Auseinandersetzungen sowohl mit dem Fremdenverkehrsamt, als auch mit der Botschaft war keine Begründung zu erfahren. " Das ironische Angebot der TMS Messegesellschaft, dass die Mitarbeiterin der Messegesellschaft nicht mitreist, um das Budget nicht zu überfordern, wurde ignoriert.
Quelle: Volksstimme
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