| Brief der "Damen in Weiß" an das Europäische Parlament |
| Sonntag, 10. Juni 2007 | |
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Botschaft der „Damen in Weiß“ an die Mitglieder des Europäischen Parlaments
Sehr geehrte Europa-Abgeordneten,
Die Strategie des Regimes - Grass über die Vorfälle wachsen zu lassen - sowie das Einfrieren der Beziehungen zu den Mitgliedsländern der Europäischen Union, helfen dem Regime seine Bedingungen Anderen aufzuzwingen ohne grundsätzliche Veränderung seiner
Unter dem großen internationalen Druck, durch die unbeugsame Haltung unserer politischen Gefangenen und unseren Anstrengungen mit Unterstützung der inneren Opposition wurden die kubanischen Behörden gezwungen, einige politische Gefangene aus der Haft zu entlassen. Der wahre Grund für diese Entlassungen war jedoch der schlechte Gesundheits-zustand der einzelnen Freigelassenen. Den Beweis für die schlechte gesundheitliche Verfassung der ehemaligen politischen Häftlinge erbrachte der Tod des politischen Gefangenen, Miguel Valdés Tamayo, kurz nach seiner Entlassung.
Seit der Bekanntmachung der Erkrankung des kubanischen Präsidenten, am 31. Juli 2006 und die vorübergehende Übertragung seiner Macht hat sich in Kuba nichts Wesentliches geändert. Das Spitzelnetz der so genannten “Komitees zur Verteidigung der Revolution” und andere angeblich unabhängigen Organisationen arbeiten nach wie vor sehr aktiv als Zuträger der Regierungsbehörden. Die kubanische Regierung versucht in der Welt das Bild aufrecht zu erhalten, sie regieren mit der Unterstützung des Volkes. Das Gegenteil ist der Fall. Das Aufrecherhalten der Verunsicherung in der Bevölkerung bleibt ihre Hauptwaffe, um die Macht zu erhalten.
Am 19. und 20. März 2007 – als wir friedlich durch die Straßen Havannas gingen – wurden wir Opfer der „Actos de Repudio“ der Regierung. Damals wollten wir mit unserem Marsch an den 4. Jahrestag der großen Verhaftungswelle 2003 erinnern. Diese von den kubanischen Behörden inszenierten Aktionen können jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Bevölkerung schon längst nicht mehr diese Regierung als eine Zukunft sehen. Die Wende begann schon lange in den Köpfe der Menschen in Kuba.Es steht außer Zweifel, dass die standhafte Haltung der Europäischen Union im Jahre 2003 und ihre Solidarität gegenüber den Angehörigen der 75 Gefangenen des „Schwarzen Frühling“ eine herausragende moralische Unterstützung war. Wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb die totalitäre Regierung damals nicht weitere repressive Maßnahmen in Kraft setzte.Wir die – „Damen in Weiß“ – sowie unsere politischen Gefangenen erhoffen und erwarten von der Europäischen Union einen würdevollen Dialog.
Wir - Kubaner - tragen die Hauptverantwortung für unsere demokratische Zukunft und die Einhaltung der Menschenrechte. Jedoch sind wir sehr dankbar für jede unterstützende solidarische Geste der Parlamente und der Regierungen. Sie können einen großen Beitrag leisten, in dem sie die kubanische Regierung dazu bewegen, ihren harten Kurs zu ändern. Wir
Wir glauben auch nicht an den Erfolg einer „Arbeitsgruppe“, um über Menschenrechte zu sprechen. Dazu ist der Druck von höchster Ebene der Regierungen und der Parlamente Notwendig. Die kubanische Regierung kann immer auf eine Verzögerungstaktik setzen. Wir wünschen der Europäischen Union viel Erfolg bei ihren Bemühungen. Wir stehen jedoch
Viele Grüße im Namen der politischen Gefangenen und in unserem Eigenen die „ Damen in Weiß "
Havanna, den 7. Juni. 2007 |