| Neuntägige Trauer zu Ehren eines verstorbenen Oppositionellen auf Kuba |
| Mittwoch, 14. März 2007 | |
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Die „Damen in Weiß“ nehmen aktiv an der neuentätigen Trauer um den im Januar 2007 verstorbenen Dissidenten, Miguel Valdés Tamayo teil. Kurz vor seinem Tode wurde er noch aus dem Gefängnis entlassen.
Autor: Carlos Serpa Maceira, unabhängiger Journalist
Die Mütter, Ehefrauen und Angehörigen der politischen Gefangenen des so genannten „Schwarzen Frühlings 2003“ nahmen an Gottesdiensten in mehreren Kirchen der kubanischen Hauptstadt sowie in anderen Provinzen teil. Die Messen waren zu Ehren des Oppositionellen, Miguel Valdés Tamayo abgehalten worden. Er war einer der Menschenrechtler, die im Frühjahr 2003 zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Kurz vor seinem Tode wurde Tamayo noch schnell von den kubanischen Behörden aus der Haft entlassen. Die Opposition betrachtet ihn als ein Opfer des kubanischen Regimes. Tamayo wollte in die Niederlande oder in die USA ausreisen, um sich dort angemessen ärztlich behandeln zu lassen. Obwohl er ein Visum für beide Ländern vorweisen konnte, verweigerte ihm die kubanische Regierung die Ausreisegenehmigung.
Die "Damen in Weiß" Laura Pollán, Julia Nuñez und Berta Soler (V. l. n. r.) vor der Figur der Jungfrau Carmen in der gleichnamigen Kirche in Havanna. Photo: Carlos Serpa Maceira
Die neuntägige Trauerveranstaltung begann mit einer Messe in der Kirche des „Heiligen Johannes“ im Stadtteil Santos Suarez. Die Abschlussveranstaltung findet am 18 März 07 statt. An diesem Tag jährt sich zum 4. Mal die Verurteilung der 75 friedlichen Oppositionellen des „Schwarzen Frühlings 2003“.
Laura Pollán, Wortführerin der „Damen in Weiß“ berichtete dazu „bislang haben auch Messen in den Kirchen „La Caridad“ und „San Judas Taedo“ in Havanna sowie in den Provinzen Pinar del Río, Villa Clara, Camagüey und Las Tunas stattgefunden. Die „Damen in Weiß“ Laura Pollán, Berta Soler Fernández und Julia Esther Núñez Pacheco nahmen weiterhin an einer Messe in der Kirche „Iglesia del Carmen“ in Havanna teil. Viele Hauptstadtbewohner waren ebenfalls anwesend.
Die "Damen in Weiß" Laura Pollán, Berta Soler und Julia Nuñez (V. l. n. r.) in der Kirche "Unsere Jungfrau El Carmen". Photo: Carlos Serpa Maceira Die kubanische Regierung verbietet jede unabhängige journalistische Tätigkeit. Die unerlaubte Ausübung des Journalismus stellt ein großes Risiko dar. In Kuba sitzen zur Zeit 26 unabhängigen Journalisten auch aus diesem Grund im Gefängnis. ENDE |