| Stimmen aus Kuba |
| Dienstag, 13. März 2007 | |
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Zum Jahrestag des „Schwarzen Frühling 2003“
Quelle: Cubanet
Amnesty International hat die 75 aus dem „Schwarzen Frühling“ als politischen Gefangenen anerkannt. Ihre Verurteilung zu langen Haftstrafen wurde von der UNO kritisiert. Von den 75 bleiben immer noch 59 im Gefängnis. Dort sind sie ständig den unmenschlichen Haftbedingungen der kubanischen Gefängnisse ausgesetzt. 11 Verurteilten in den Schauprozessen vom Frühjahr 2003 haben „Hafturlaub“ wegen ihres labilen gesundheitlichen Zustands. Einer von Ihnen starb am 10 Januar. Miguel Valdés Tamayo wurde somit Opfer der Willkür des kubanischen Regimes. Er hätte sich retten können. Er hatte Visa für die Niederlande und die Vereinigten Staaten, aber die Behörden ließen ihn nicht absichtlich ausreisen.
Die Damen im Weiß setzen ihre friedlichen Proteste fort. Sie verlangen die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen. Sie werden ständig Opfer von Drohungen, Verfolgungen und Provokationen.
Es schwebt in der Luft die Gefahr neuer Repressionswellen. Wann sie eingesetzt werden, weiß niemand. Die Opposition innerhalb Kubas wächst von Tag zu Tag. Das lange Warten auf Reformen macht das Volk langsam ungeduldig. Es kommt häufiger zu öffentlicher Wutausbrüche.
Die Menschen erwarten Reformen um die wirtschaftliche Lage des Landes zu verbessern, aber statt dessen könnten die Machthaber einen neuen Versuch starten um zu versuchen, das Image der Oppositionellen zu schädigen. Eine neue Verhaftungswelle wäre die Folge. Ziel dabei wäre nicht nur die Stimme der friedlichen Dissidenten zum schweigen zu bringen, sondern auch ein Exempel zu statuieren nach dem Motto, wer meckert, landet hinter Gitter.
Die Autorin ist eine Dame in Weiß und Wortführerin der kubanischen Opposition ENDE |