Stimmen aus Kuba
Dienstag, 13. März 2007

Zum Jahrestag des „Schwarzen Frühling 2003“

 
Autor:  Miriam Leiva
 

Quelle:  Cubanet

 

miriam-leyvaIm März jährt sich zum 4. Mal die Repressionswelle der kubanischen Regierung gegen friedliche Oppositionelle vom 18. bis zum 20. März 03. Seit diesem traurigen Datum hat sich auf Kuba nichts geändert im Hinblick auf die Einhaltung der Menschenrechte und Fortschritte zur Demokratie. Seit der vorübergehenden Machtübertragung von Fidel Castro an seinen Bruder Raúl hat sich nichts Wesentliches geändert. Vielleicht ist etwas weniger die Intensität der Pogrome gegen Oppositionelle und Andersdenkende geworden, aber an sonsten alles bleibt beim Alten.

 

Amnesty International hat die 75 aus dem „Schwarzen Frühling“ als politischen Gefangenen anerkannt. Ihre Verurteilung zu langen Haftstrafen wurde von der UNO kritisiert. Von den 75 bleiben immer noch 59 im Gefängnis. Dort sind sie ständig den unmenschlichen Haftbedingungen der kubanischen Gefängnisse ausgesetzt. 11 Verurteilten in den Schauprozessen vom Frühjahr 2003 haben „Hafturlaub“ wegen ihres labilen gesundheitlichen Zustands. Einer von Ihnen starb am 10 Januar. Miguel Valdés Tamayo wurde somit Opfer der Willkür des kubanischen Regimes. Er hätte sich retten können. Er hatte Visa für die Niederlande und die Vereinigten Staaten, aber die Behörden ließen ihn nicht absichtlich ausreisen.  

 

Die Damen im Weiß setzen ihre friedlichen Proteste fort. Sie verlangen die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen. Sie werden ständig Opfer von Drohungen, Verfolgungen und Provokationen.

 

Es schwebt in der Luft die Gefahr neuer Repressionswellen. Wann sie eingesetzt werden, weiß niemand. Die Opposition innerhalb Kubas wächst von Tag zu Tag. Das lange Warten auf Reformen macht das Volk langsam ungeduldig. Es kommt häufiger zu öffentlicher Wutausbrüche.

 

Die Menschen erwarten Reformen um die wirtschaftliche Lage des Landes zu verbessern, aber statt dessen könnten die Machthaber einen neuen Versuch starten um zu versuchen, das Image der Oppositionellen zu schädigen. Eine neue Verhaftungswelle wäre die Folge. Ziel dabei wäre nicht nur die Stimme der friedlichen Dissidenten zum schweigen zu bringen, sondern auch ein Exempel zu statuieren nach dem Motto,  wer meckert, landet hinter Gitter.

 

Die Autorin ist eine Dame in Weiß und Wortführerin der kubanischen Opposition

ENDE