| Neuer Kalender über die Damen in Weiß |
| Sonntag, 4. März 2007 | |
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Der spanische Verein „Solidaridad Española con Cuba“ entwarf einen Kalender über die "Damen in Weiß". Das Kuba Magazin sprach mit Ricardo Carreras, Vorsitzender der spanischen Organisation über die Hintergründe dieser solidarischen Initiative
Kuba Magazin: Ricardo - wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Kalender über die "Damen in Weiß" zu entwerfen?
Ricardo Carreras: Wir wollten etwas tun, um die "Damen in Weiß" in der Weltöffentlichkeit bekannter zu machen. Ein Kalender ist immer etwas Nützliches, mit dem man gleichzeitig über diese Bürgerinitiative und ihre Ziele informieren kann. Einige Freunde wandten sich an uns, darunter euer Verein „Kuba-Demokratische Zukunft“ und machten uns darauf aufmerksam, dass in Kuba ein Kalender einen hohen Gebrauchswert darstellt. Auf der Insel werden in den offiziellen Läden keine Kalender verkauft. Daher entschlossen wir uns, den Kubanern einen Kalender mit Informationen über die sich entwickelnde Zivilgesellschaft anzubieten.
Kuba Magazin: Die Aktionen zur Unterstützung der "Damen in Weiß" und der politischen Gefangenen sind zum Mittelpunkt der Aktivitäten von „Solidaridad Española con Cuba“ geworden
Ricardo Carreras: Es ist doch verständlich, daß es ein wachsendes Interesse an dieser aufrichtigen Fraueninitiative und an Informationen über die Verletzungen der Menschenrechte auf Kuba gibt. Das stellen wir immer wieder fest auf dem Internetportal der "Damen in Weiß". Übrigens - es handelt sich bei dieser Webseite um eine Initiative unseres Kuba-Vereins. Dieses Projekt begann im Dezember 2006. Seither haben tausende Menschen die Webseite über die "Damen in Weiß" besucht.
Kuba Magazin: Aber wie kommt der Kalender nach Kuba? Diese Publikation wird von der Regierung verboten.
Ricardo Carreras: Wir haben eine e-Mail an Oppositionelle geschickt und den Kalender angehängt. Wir wissen auch, daß solidarische Touristen den Kalender aus der Webseite der "Damen in Weiß" herunter geladen und nach Kuba mitgenommen haben.
Kuba Magazin: Habt ihr noch andere Projekte vor?
Ricardo Carreras: Projekte haben wir jede Menge. Aber leider wird uns die Zeit zu knapp, um alle zu realisieren. Daher unsere Zusammenarbeit mit dem Verein „Kuba-Demokratische Zukunft“ und anderen befreundeten Vereinen. Dadurch erhoffen wir uns verstärkte Impulse für die Wende und für die kubanische Zivilgesellschaft.
Kuba Magazin: Ricardo Carreras, vielen Dank für dieses Gespräch.
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