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Druck auf die kubanische Regierung wächst
Die unabhängige Initiative „Grupo Internacional por la
Responsabilidad Social Corporativa en Cuba “, GIRSC, verurteilte die Vorgehensweise
der kubanischen Behörden gegenüber einheimischer Arbeitnehmer. Die GIRSC ist
ein internationales Gremium, um die Weltöffentlichkeit auf die Situation in
Kuba aufmerksam zu machen. Auf der Insel sind unabhängige Gewerkschaften
verboten. Die Beschlüsse der Internationalen Organisation der Arbeit, ILO werden
mit Füssen getreten.
Luz Modroño, spanische Vertreterin der GIRSC sprach mit Kuba-Magazin
über die menschenunwürdigen Bedingungen denen die kubanischen Arbeitnehmer
ausgesetzt sind. Die Belegschaften in den kubanischen Betrieben befinden sich
in einer Situation die an Sklaverei erinnert.
Modroño erwähnte die Lage einer Gruppe kubanischer Arbeiter
in einer Schiffwerft auf der karibischen Insel Curacao. Die kubanischen
Arbeitnehmer müssen dort gegen ihren Willen für den kubanischen Staat arbeiten.
Ihnen droht eine Gefängnisstrafe, falls sie sich weigern.
Drei Arbeiter dieser Gruppe konnten fliehen. Sie haben die „Curacao
Drydock Company“ verklagt. Die Kubaner werfen der Firma aus Curacao vor (in
Abmachung mit der kubanischen Regierung) sie wie Sklaven behandelt zu haben. Ca.
100 kubanische Arbeitnehmer sind auf der Werft in Curacao tätig. Ihr Lohn liegt bei 3.5 ¢ / h
(ca. $16 US-Dollars/Monat).
Ihre Arbeitszeit liegt bei 16 h täglich und 112 h in der Woche.
Außerdem werden sie extrem gefährlichen Arbeitsbedingungen
ausgesetzt. Die Kubaner müssen ohne jeglichen Arbeitschutz unter einer extremen
Hitze und mangelnder Hygiene arbeiten – sagte das Mitglied der GIRSC, Luz
Modroño -.
Gleich nach ihrer Ankunft in Curacao wurden den kubanischen
Arbeitnehmern die Reisepässe entzogen. In ihrer Freizeit zwingt man sie Videos
mit den Reden von Fidel Castro anzusehen. Einer der Aufseher ist ein Neffe des kubanischen Staatschefs.
Die „Grupo Internacional por la Responsabilidad Social
Corporativa en Cuba” (GIRSC) hat wiederholt angeprangert, dass die kubanische
Regierung die Beschlüsse der Internationalen Organisation der Arbeit, ILO verletze.
Luz Modroño betonte, die kubanischen Arbeiter haben keine
Mittel, um sich gegen diese Situation zu wehren. In Kuba sind freie
Gewerkschaften verboten. In der Illegalität entstanden unabhängige
Gewerkschaften deren Wortführer ständig verfolgt und inhaftiert werden.
Die „Internationale Organisation der Arbeit“, ILO und der „Internationale
Bund Freier Gewerkschaften“, ICFTU versuchten vergeblich Beobachterdelegationen
nach Kuba zu entsenden. Die
kubanische Regierung erteilte keine Einreisegenehmigungen.
“In Wien fand vor kurzem die Gründung des „Internationalen
Gewerkschaftsbundes“ IGB statt. Die Delegierten äußerten ihre Solidarität mit
dem unabhängigen Gewerkschaftsbund Kubas „Consejo Unitario de Trabajadores de
Cuba “ unter der Leitung des Gewerkschaftler Pedro Pablo Alvarez Ramos“.
Die CTC –die regierungstreue und einzige zugelassene
Gewerkschaft Kubas wurde zur Gründungsveranstaltung des IGB nicht eingeladen -
erklärte abschließend Luz Modroño.
ENDE
Das Interview wurde von Boris Luis Santa Coloma durchgeführt
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