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Von Ernesto F. Betancourt
Nach der Zeitschrift
"Times" verfügt die US-Regierung über Informationen, wonach Castro schwerkrank wegen eines Krebsleiden in der Endphase im Bett liegt.
Dagegen behauptet Raúl Castro,
sein Bruder befindet sich auf dem Weg der Besserung. Der zweite Mann der kubanischen
Nomenklatur versicherte, er spreche ständig mit Fidel, der kein Krebsleiden
habe.
Egal wer Recht hat, es ist ein
Fakt, dass seit einem Monat der "Maximo Líder" von der Bildfläche
verschwunden ist. In dieser Zeit seiner Abwesenheit
beginnen die Früchte der Außenpolitik Castros in Lateinamerika, bei den nicht packt
gebundenen Ländern (No Alineados) und
bei der UNO langsam zu faulen.
Bei dem Wahlen Im lateinamerikaschen Equador erreichte Rafael Correa nicht die erhoffte absolute
Mehrheit der Wählerstimmen. Schlimmer noch, beim ersten Wahlgang blieb er 4% unter dem Ergebnis seines Rivalen, dem
konservativen Alvaro Novoa.
Die Meinungsumfragen deuten auf
eine erneute Niederlage Correas bei der Stichwahl am 26. November hin. Um seine Niederlage zu verhindern
hat er öffentlich behauptet, er hätte eine katholische Gesinnung (was viele
seiner Anhänger aus dem linken Lager erschreckte). Weiterhin wolle er sich nicht mehr
für die Unterstützung der kolumbianischen Linksguerrilla, FARC einsetzen.
Die Krönung ist jedoch: Er hat
seinen guten Kontakten zu Castro und Chávez abgeschworen. Fast hätte er behauptet, er finde
den amerikanischen Präsidenten Bush sympathisch.
Sein Widersacher Novoa hat zu
seinen Gunsten sein Vermögen und die Unterstützung einer gut strukturierten
Partei im Rücken.
In Bolivien verliert Evo Morales
an Unterstützung des Volkes. Es holpert in der Allianz mit Kuba. Die bolivianischen Ärzte haben
eine landesweite Campagne gegen die Präsenz ihrer Kollegen aus der Karibik in Bolivien
gestartet.
Die Allianz mit dem Venezuelaner
Chávez funktioniert auch nicht mehr richtig. Sein wichtigster Verbündeter ist
nun der argentinische Präsident, Nestor Kirchner. Wird Morales das Erdgas von
Petrobras nach Argentinien liefern? Was sagt der brasilianischer Präsident,
José Ignacio Lula da Silva dazu?
Übrigens sprach er in einem
Interviewe über Castro so, als ob der kubanische Staatschef schon gestorben
wäre. Aber die größte außenpolitische Niederlage erlitt Castro in der UNO.
Trotz verstärkten Anstrengungen
erreichte Kuba immer noch nicht die Bewegung der Blockfreien für die eigenen
Zwecke voll auszunutzen. Unter den „nicht Packtgebundenen“ mangelt es an
Disziplin.
Die Hindernisse während der Wahl
Venezuelas für einen „nichtständigen Sitz beim Sicherheitsrat“ ist ein Beweis
der Ineffizienz der kubanischen Außenpolitik, die Bewegung der "nicht
Packtgebundenen" vor den kubanischen außenpolitischen Karren zu spannen.
Die traurige Hinterlassenschaft
Chávez nach seiner Rede bei der UNO und die schlechte Zusammenarbeit zwischen
Raúl Castro und seinem Außenminister Felipe Pérez Roque sind weitere Gründe für
das Fiasko in der venezolanischen UNO-Kandidatur. Chile schlägt jetzt ein anderes
Land als Kandidat für den „nichtständigen Sitz beim Sicherheitsrat“ vor. Die
Aussichten für Chávez sehen nicht sehr
rosig aus.
In Nicaragua hat Daniel Ortega
eine große Hürde zu überwinden. Er muss bei der ersten Runde eine gute Position
ereichen, sonst ist seine politische Karriere ein für allemal beendet. Das
konservative Lager hat seine Reihen geschlossen. Es könnte sehr eng werden für den Kandidaten der
Sandinisten. Ein kranker Fidel fällt aus, um unter den jetzigen Umständen als
Berater der Sandinisten bei den Wahlen aktiv mitzuwirken.
Kurz um, es ist sicher, in seinem
Krankenbett hat Fidel Castro eine ganze
Menge mehr als nur körperliche Schmerzen
zu erleiden, da er an all diesen Prozessen nicht mitwirken kann. Es
steht Viel auf dem Spiel und er kann nichts tun. Für einen Mann wie Castro ist
das eine furchtbare Situation.
ENDE
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