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Freitag, 12. März 2010
 

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(Mini-MP3-Player v2 ©Ute Jacobi)

  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

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Karikatur

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Politische Häftlinge in Kuba
Gute Freunde: Die Linke Partei in Kuba Drucken E-Mail
Montag, 3. September 2007
Lafontaine festigt seinen Pakt mit dem Teufel.

 

Autor Boris Luis Santa Coloma 

Es gibt Ewiggestrige, die die Augen vor der Realität verschließen. Ohne Zweifel ist Herr Lafontaine  einer von ihnen. Viele in der PDS, sowie im gesamten linken Spektrum der deutschen Politik, wollen  nicht wahr haben, dass die siegreiche kubanische Revolution der 60er Jahre schon längst aufgehört hat zu existieren. Ihr trauriges Schattendasein regiert im Palast der Revolution die Geschicke der 11,5 Millionen Inselbewohner, die mit ihrer Situation unzufrieden sind und eine Veränderung wünschen.

Kuba braucht von Deutschland ein ermutigendes Signal. Wenn man jedoch das Schreckenssystem auf Kuba als „modernen Sozialismus“ bezeichnet, ist das ein Affront gegen den gesunden Menschenverstand. Lafontaine will sich profilieren. Das ist offensichtlich. Die Art und Weise wie er das macht, nämlich in dem er das Leiden anderer Menschen ignoriert, ruft Empörung hervor.

Der PDS-Mann fand lobende Worte für das kubanische System. Leider stehen seine Aussagen im Widerspruch zur traurigen Realität des Alltags auf der Karibikinsel. Gerade als Lafontaine von seinen Gastgebern hofiert wurde, gingen Beamte der politischen Polizei gegen den blinden Menschenrechtler Juan Carlos González Leyva sowie gegen die unabhängigen Journalisten Luis Esteban Echemendía und Eysi Marrero in der östlichen Stadt Camagüey vor. Die Dissidenten wurden im Provinzkrankenhaus zusammengeschlagen.  Kuba ist zu einem großen Gefängnis geworden. Zu Batistas Zeiten gab es sechs Haftanstalten. Heute sind es fast hundert. Alles jedoch irrelevante Fakten für den Neokommunisten aus dem Saarland.

Das vom PDS-Wortführer in seiner Abschlusserklärung hochgepriesene Gesundheitswesen in Kuba ist eine weitere Lüge der kubanischen Kommunisten  und ihrer deutschen Helfershelfer. In dem Augenblick als Lafontaine seine Erklärung verlas, fand ein spontaner Protest der Bürger des Stadtteils „Centro Habana“  vor einer Klinik statt. Der Grund: Die Betreuung der Patienten liegt in den Händen unqualifizierten Personals. Die Leute fühlen sich nicht mehr sicher. Im Krankenhaus arbeiten keine Ärzte, sondern Medizinstudenten. Kuba schickt sein Medizinpersonal ins Ausland.  In  Kuba haben viele kranke Menschen  keinen Zugang zu Arzneimitteln. Sie sind nur gegen Valuta zu haben. Andere lateinamerikanische Länder haben ein Sozialnetz zur Arzneimittelversorgung der Menschen mit niedrigem Einkommen. Die Kubaner sind hierbei von den Geldüberweisungen ihrer Angehörigen aus dem gehassten Miami abhängig. Selbstverständlich betrifft dies nicht die Machthaber. Sie  haben ihre eigenen Krankenhäuser mit westeuropäischen Standards. Ist das vielleicht der lafontainsche Sozialismus des XXI Jahrhunderts?

Ein ermutigendes Signal kam jedoch während des Aufenthaltes Lafontaines, allerdings nicht aus Kuba, sondern aus Europa. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete von einem Besuch des kubanischen Machthabers Raúl Castro in Italien. Dort habe er Rom, die Toskana und Sizilien besucht. Auf der süditalienischen Insel befindet sich ein Luxusanwesen seiner vor kurzem verstorbenen Frau Vilma Espín. Vielleicht bereitet Raúl Castro seinen Rückzug aus der Politik vor. Fast alle lateinamerikanischen Diktatoren haben auch vor ihrem Abgang einen Fluchtort gesucht für den „Tag danach“. Es bleibt nur zu hoffen, dass Lafontaine bei seiner nächsten Begegnung mit der kubanischen Elite  nicht bis zur Karibik zu fliegen braucht.

ENDE

 
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