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Dienstag, 16. März 2010
 

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  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

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Karikatur

castrochavez.jpg
Politische Häftlinge in Kuba
Internetzugang auch gesperrt für "Regimetreue" Drucken E-Mail
Freitag, 31. August 2007
Verschärfte Zugangskontrollen für das Internet  auf Kuba
Die Betroffenen: Angestellte der offiziellen Kommunikationsmedien.

Von: María del Carmen Ares Marrero
Übersetzung aus dem Spanischen: Harald  Merkle

Quelle: Recherchen aus den kubanischen Webseiten des Internets.

Vor kurzem sandte das kubanische Radio- und Fernsehinstitut ein Schreiben an die Direktoren der staatlichen Medien  mit der Ankündigung von neuen Einschränkungen beim Zugang und Nutzung des Internets für die Angestellten von Radio und Fernsehen.
Auf Anordnung von Ramiro Valdés, dem Informationsminister (einer der „historischen“ Kommandanten der Revolution und ein erfahrener Interpret und  einfallsreicher Praktiker der Castro Doktrin seit einem halben Jahrhundert), dürfen die Webseiten  und Internetdienste nur über das Einheitsportal der kubanischen Telecom, (enet.cu) aufgesucht werden, das nur dazu eingerichtet wurde, um der Regierung die Kontrolle der User und deren Aktivitäten zu erleichtern. Dieses Einheitsnetz dient als Filter, der die User zwingt, ihren Zugang, Kommunikation und Information über die offiziellen Webseiten zu tätigen, die natürlich überwacht sind. Außerdem sind die JournalistInnen der offiziellen  Presse wie Granma und Juventud Rebelde (jeweils das kubanische Pendant des Neuen Deutschlands und der Jungen Welt in der ehemaligen DDR) und die Angestellten auch durch diese  Maßnahme betroffen. Sie werden genötigt, dieses neue Kommunikationssystem  mit einem Limit von einer Stunde täglich zu nutzen.
Der Informationsminister Valdés (der über Jahrzehnte  das Amt  des Innenministers auf fatale Weise ausübte) äußerte sich schon im Februar  dieses Jahres  über die "Schädlichkeit" einer unbeschränkten globalen Nutzung  des Internets. Er bezeichnete diesen Service als Instrument einer  globalen Vernichtung und ordnete deswegen  eine strenge Kontrolle des Netzes in Kuba an.
Niemand überrascht es, dass diese kürzlich getroffenen Entscheidungen eine direkte Auswirkung  sind auf  die Politik  von Abschnürung,  Isolierung und der "Fürsorge" zu einer  Zeit, wo die  Nomenklatur  mehr als zuvor jede irreguläre Reaktion der Bevölkerung kontrolliert.  Schon seit April des laufendes  Jahres hat die  Regierung den Zugang  zu Yahoo und Hotmail bei den offiziellen Radio- und Fernsehstationen sperren lassen. In einem Rundschreiben  wurde auch darauf hingewiesen, dass diejenigen, welche die  Möglichkeit haben im Web Recherchen zu machen, "in angemessener Weise" die Informations- und Kommunikationsmedien nutzen sollen. Ebenfalls gab die Regierung bekannt, dass das Personal  für die Aktualisierung der Webseiten entsprechend ausgesucht werde. Des Weiteren wurde bekanntgegeben, dass die Navigationsdienste, auch für linientreue Journalistinnen, die Journalisten "des Vertrauens", denselben verstärkten Kontrollen unterworfen seien.
In einer Zeit von Informationsüberflutung, wo das Internet inzwischen Standard geworden ist, hat  der Normalbürger auf der Insel keinen freien Zugang zu Informationen seiner  Wahl. Noch viel weniger kann er /sie  das Internet zu Hause installieren. Das Web bleibt  für eine Elite von "vertrauenswürdigen" FunktionärInnen reserviert, die eng mit der Regierung  verbunden sind. Wer dieses Privileg sonst genießt, hat entweder politische  oder ökonomische  Macht. Dieser Service steht natürlich nur mit Einschränkungen zu Verfügung. Nicht alle KubanerInnen sind  bereit dafür sehr hohe Kosten aufzubringen. Die  Telepunkte, die die  staatliche Telecom (ETECSA)  auf der Insel besitzt, bieten auch keinen freien Zugang  für jeden, der es wünscht. Die offizielle Erklärung der Regierung, warum die NormalbürgerInnen  keinen Zugang  zum Internet  haben, ist natürlich  noch immer die Ausrede, dass das US-Embargo den Ausbau des  Internets verhindere.
Meinungs- und Pressefreiheit bestehen in Kuba nicht. Wie in jedem autokratischen System sind die JournalistInnen und die Medien staatlicher Kontrolle unterworfen. Alle sind staatlich gelenkt, dienen der Durchsetzung staatlicher Ziele, werden streng zensiert, und machen damit öffentliche Systemkritik unmöglich.
Die unabhängigen JournalistInnen, die sich von den offiziellen Richtungen entfernt und eigene Netze geschaffen haben, um der Welt die Realität Kubas zu zeigen, erleiden ständig Repressionen und Verfolgungen durch die Polizei und durch die Sicherheitsorgane. Ein repräsentatives Beispiel ist der Journalist Guillermo Fariñas Hernández. Der unabhängige Journalist kämpft seit geraumer Zeit friedlich für die Menschenrechte auf Kuba. Er ist Herausgeber der staatsunabhängigen Presseagentur "Cubanacan Press", die über die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen auf Kuba berichtet. Eines der Hauptanliegen von Fariñas ist die Forderung nach einem freien Zugang zum Internet für alle kubanischen Bürger. Er wirft der autokratischen Regierung vor, das seit Jahrzehnten bestehende US-Embargo nur als Vorwand zu nutzen, um den Bürgern den Zugang zu ungefilterten Informationen im Internet zu verwehren. Ohne Rücksicht auf Leib und Leben hat Herr Dr. Fariñas der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt, auf welch erschreckende Weise der kubanische Staat heute, mehr  denn je, seinen Bürgern die elementarsten Informationsrechte vorenthält.  Seit Ende Januar 2006 ist der Internetzugang, den Fariñas als Journalist für seine Arbeit benötigt, von der Regierung gesperrt worden. Deshalb hat er sich für einen Hungerstreik entschieden, um gewaltlos für seine Forderungen zu kämpfen. Es ist bereits das zehnte Mal, dass er durch einen Hungerstreik für die Meinungsfreiheit eintritt. Schon 1995, als er das erste Mal inhaftiert wurde, hat er diese Protestform gewählt. „Meine Waffe ist der Hunger.“ sagte er einmal, und: „Ich bin davon überzeugt, dass bei einer neuen repressiven Welle auf uns, die Oppositionellen in der ersten Reihe gezielt wird.“ Unter ernsthafter Gefahr verläuft die Einsatzbereitschaft dieses unabhängigen Journalisten. Am 10. Dezember 2006 hat die Stadt Weimar  Dr. Guillermo Fariñas Hernández den Menschenrechtspreis  verliehen. Eine Reisegenehmigung der kubanischen Regierung, um seinen Preis entgegenzunehmen, bekam er nicht.  

Viele  unabhängige Journalisten versuchen auf der Insel unzensierte Informationen über das Internet oder auf andere Art und Weise zu verbreiten. Von diesen Journalisten sind zur Zeit über 30 in Haft. Die ONG Reporter ohne  Grenzen hat in ihren  Informationen darauf hingewiesen, dass Kuba  weiterhin, nach China, das zweitgrößte Gefängnis  der Welt für JournalistInnen ist.
Trotz der miserablen Situation des Landes handelt die Regierung skrupellos. Die materielle Lage der Menschen ist katastrophal. Jeden Tag werden elementare Rechte der KubaneriInnen  immer mehr ausgehöhlt. Internetzugang ist wie ein Dorn im Auge für die Machthaber. Die Regierung investiert Millionen, um den freien Zugang zum Netz aller Netze mit strengen und raffinierten  Überwachungsvorrichtungen zu verhindern. 
Es klingt wie  ein bissiger Sarkasmus, dass ausgerechnet  am Tag der Geburtstagsfeier  des Maximo Liders ein Dokument für neue Einschränkungen für den Internezugang bekannt gegeben wurde. Kein besseres Geschenk  konnten die loyalen MitarbeiterInnen der Presse bekommen! Es ist ja  genau diese offizielle Presse gewesen, die sich als unabdingbares Element  total unterworfen hat und so wesentlich mitverantwortlich ist für diese Geschichtskittung und entsprechende Aufbauschung  im Laufe  ihrer fast fünfzig Jahre schon währenden  Verbreitung.
Diese Maßnahme ist natürlich nur ein weiterer Beweis für das Fehlen von Freiheit, an dem die  Insel leidet. Die Regierung behandelt die Menschen mit einer Mischung von Respektlosigkeit und Misstrauen. Sie ist Verfechter einer erstarrten Ideologie, die laufend Beweise ihres Scheiterns liefert, wo immer auch sie implantiert wurde.
Kuba braucht dringend Reformen, aber um Reformen einzuleiten, ist eine Änderung der Politik unentbehrlich. Die Menschen wissen es und die Machthaber wissen es auch. Dennoch, die Repression wächst. Wo Spannungen und Erwartungen zunehmen, werden die Kontrollmaßnahmen als einzig mögliche Alternative verschärft. Die KubanerInnen sind von dem Weltgeschehen und von ihren über zwei Millionen Landsleuten im Exil abgeschnitten... ,sodass diese Farce mit falschen Versprechen  von "Veränderungen" und "Reformen" fortzuführen wie dies der Interimspräsident Raùl Castro in seiner  nebulösen und stereotypen Rede vom 26. Juli  getan hat, (die dann auch von seiner Tochter EFE bestätigt wurden) sind die genau Strategie des Machterhalts, um jeden Preis .
Die Insel jedoch befindet sich auf ihrem bisher komplexesten  Scheideweg ihrer Geschichte. Die Unterdrückungsmaßnahmen werden verschärft, nicht nur gegen die innere Opposition. Die Bevölkerung ist durch das alltägliche Elend enttäuscht und erschöpft. Die Menschen brauchen einfache materielle Dinge für die eigene Existenzsicherung. Die sozialen  Ungleichheiten werden immer mehr offensichtlicher. Täglich sind es mehr Männer und Frauen, die aus ihrer Lethargie erwachen. Insbesondere die Jugend, die neue Generation. Das Prestige der inneren Opposition wächst.
Während die Armut sich verschärft und die  vielschichtigen Probleme wie Ernährung, Transport, ärztliche  Versorgung und weitere Lebensaspekte der KubanerInnen  ungelöst  bleiben, nehmen die  Erwartungen des Einzelnen zu... Nach einem Jahr Machtübergabe von  Präsident Castro an seinen Bruder Raul, sind Änderungen außer den bereits erwähnten, nicht in Sicht.

 
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Die Kubanisch-Amerikanische Nationale Stiftung ist eine Organisation einer Gruppe Exilkubaner, die sich für die Demokratie und die Wende in Kuba einsezt. Unter den Vorsitz von Jorge Mas Santos steuerte die CANF einen neuen realistischen Kurs zur tatkräftigen Unterstützung des Reformprozeß in Kuba.

 

penclub

 Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.

 

 

icftu

Der Internationale Bund Freier Gewerkschaften wurde im Jahre 1949 gegründet. Mitglieder sind 241 Gewerkschaften aus 156 Ländern. Die ICFTU hat mehrmals auf die Lage in Kuba aufmerksam gemacht.  

 

payolibre_logo_50 Pablito oder "Payo" ist die beste Adresse im Internet um über die politischen Gefangenen in Kuba zu erfahren.

cuba_libre_digital Wer Spanisch kann und sich für Kuba und Lateinamerika interessiert, sollte dieses Portal besuchen. Der Chefredakteur, Jorge Fonseca, ist ein erfahrener kubanischer Journalist. Nachrichten über Kuba aus aller Welt, aber vorallem aus der Insel!.

 

 

flamurEin Frauenprojekt mit ökologischen und sozialen Hintergrund. FLAMUR Projekt "Con la Misma Moneda": In Kuba soll es nur ein einziges Zahlungsmittel geben. Gleiche Chancen=Gleiche Währung. Leider alles nur in Spanisch!

 

cubasindical-org Eine Übersicht über die Lage der unabhängigen Gewerkschaften in Kuba sowie die arbeitsrechtliche Situation der kubanischen Arbeiter. Sprache: Spanisch u. English 

 

CubaNuestraDigital  Die Webseite für versierte Leser, die nicht nur informiert werden wollen, sondern auch die Hintergründe über die Ereignisse in Kuba wissen wollen. Die Chefredaktion behauptet von sich, sie seien "die rebellischen Kinder der kubanischen Revolution". Sprachen: Spanisch, Englisch und Schwedisch.

 

martha_asamblealogo1

Die "Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft" gehört zu den aktivsten Gruppen der kubanischen Opposition. Ihr Wortführer ist Martha Beatríz Roque

 

 

logo_cuba-archive Ein Kompendium der Verbrechen, die in Kuba begangen wurden. Die Projektleiterin, María Werlau, schreibt für den "Sun" und den "Miami Herald". In englischer Sprache. 

cuba-europa_en_futuro

Das Portal der gleichnamige Initiative der sozialistischen Gruppe im Europäischen Parlament zur Unterstützung  der linksgerichteten Kräfte sowohl innerhalb als auch außerhalb Kubas. Vordergrundig werden Informationen über Arco Progresista veröffentlicht. 

 

 

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Das Portal der Initiativen "Varela " und "Todos Cubanos " der "Movimiento Cristiano Liberación"

 

 

Damas Das Internetportal der "Damen in Weiß". Einer der wichtigsten Bewegungen der Zivilgesellschaft

 

 

 

 

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Boris Luis Santa Coloma
Redakteur 

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