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Die Vorsitzende der
Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft, Martha Beatríz Roque
beschreibt, wie die Propaganda des kubanischen Regimes die Weltöffentlichkeit
von der Situation auf Kuba ablenkt. Roque ist die einzige Frau unter den 75
Oppositionellen, die vor 4 Jahren zu langen Haftstrafen verurteilt wurden.
Zurzeit befindet sie sich aus gesundheitlichen Gründen in Hafturlaub.
Die verdeckte Seite einer
Realität
Am 03. Februar 2006
wurden 16 Vertreter der kubanischen Regierung gezwungen, das Hotel “María
Isabel Sheraton“ in Mexiko City zu verlassen.
Auch am 04. Januar 2007
weigerte sich das Hotel “Hilton-Scandic” einer Gruppe von Vertretern des
kubanischen Staates Zimmer zu vermieten. Die kubanische Regierung prangerte
öffentlich an, dass 13 ihrer Vertreter nicht in diesem Hotel in Oslo wohnen durften.
Norwegische Gewerkschaften und antirassistische Organisationen verurteilten das
Vorgehen der Hotelleitung in einem Brief an den Generalsekretär der UNO.
In beiden Fällen handelte
es sich um amerikanische Hotelketten, deren Vorgehen auf das von der
amerikanischen Regierung gegen Kuba verhängte Embargo zurückzuführen ist.
Diese Problematik hat
jedoch noch eine andere Seite, die leider kaum jemand erwähnt. Nämlich die auf
Kuba herrschende Tourismusapartheid gegenüber der eigenen Bevölkerung. Kein
kubanischer Staatsbürger hat das Recht, in einer kubanischen Hoteleinrichtung
zu wohnen. Die Einzigen die das dürfen sind die ausländischen Touristen. Die
Menschen in Kuba verdienen sehr wenig (umgerechnet 9 € im Monat). Selbst wenn
sie das nötige Geld hätten, ist ihnen dieses Recht verwährt Hoteleinrichtungen
im eigenen Land zu nutzen.
Die Tragik dabei ist,
dass diese Hotels zum Teil Eigentum von Unternehmen demokratischer Ländern sind.
Somit sind diese Staaten auch mit beteiligt an der Politik der
Tourismusapartheid der kubanischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung.
Im § 43 der kubanischen
Verfassung steht geschrieben, dass der Staat das Freizügigkeitsrecht aller
Bürger zu jedem Teil des kubanischen Territoriums ohne Rassen, Geschlecht oder
Glaubensunterschiede garantiert. Das schließt das Recht ein, in jedem
Landesteil oder Hotel in Kuba wohnen zu dürfen.
Die kubanische Regierung
missachtet die Gesetze, die sie selbst erlassen hat. Die norwegischen
Menschenrechtsorganisationen – die vor dem Hotel „Hilton Scandic“
protestierten, wussten ganz sicherlich nicht, dass in Kuba die Bevölkerung die
Rechte nicht in Anspruch nehmen kann, wofür diese Menschen sich einsetzen. Die
Propaganda der kubanischen Regierung hat es verstanden geschickt einen Vorhang
vor die wahren Verhältnisse auf Kuba zu ziehen. Es wird langsam Zeit, die Weltöffentlichkeit
auf diese Widersprüche und die Realität auf der Insel verstärkt aufmerksam zu
machen.
ENDE
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