Home arrow Home arrow Veränderungen in Kuba unter Raúl Castro
Dienstag, 16. März 2010
 

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  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

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Karikatur

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Politische Häftlinge in Kuba
Veränderungen in Kuba unter Raúl Castro Drucken E-Mail
Montag, 19. Februar 2007
Trotz der Unwilligkeit der neuen kubanischen Regierung Reformen einzuführen, spüren die Menschen auf der Karibikinsel einige Neuerungen im Alltag. Die Armut und die allgegenwärtige Unterdrückung bleiben jedoch nach wie vor das schwierigste Problem für die 11,5 Millionen Einwohner Kubas. Die heutige Lage bietet  viele Parallele zur DDR

 

Autor: Boris Luis Santa Coloma 

retrato-de-borisDie kubanische Wende ist bereits  im Gange. Der durch die Erkrankung Fidel Castros ausgelöste Prozess ist unaufhaltsam. Im Gegensatz zu dem was manche Experten uns glaubhaft machen wollen, ist die Machtübertragung an Raúl Castro und die „Übergangsregierung“ noch kein abgeschlossener Akt, sondern ein vorübergehender Status Quo. Die jetzigen Machthaber verwalten „kommissarisch“ das Vermächtnis des „Großen Steuermanns“. Diese  Nachfolge - es konnte nicht anders sein -  hat lediglich nur Übergangscharakter. Niemand im „Palast der Revolution“ – auch nicht Raúl Castro -  beansprucht das Recht für sich, der rechtmäßige Nachfolger des „alten Patriarchen“ zu werden. Das ist ein intelligenter Schachzug, denn dadurch kann die neue Führungsriege ihre Reformunwilligkeit rechtfertigen. Denn als Verwalter darf keiner das Vermächtnis  Fidel Castros verändern. Wie lange sie jedoch dem Druck der Straße noch widerstehen können, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Für den kleinen Mann hat sich jedoch einiges zum Positiven verändert. Er muss keine langen Reden mehr über sich ergehen lassen. Die neuen Machthaber wollen die Geduld der Mitbürger nicht mehr unnötig strapazieren. „Das Volk ist schon durch die langen Jahre der Revolution erzogen und braucht keine langen Reden mehr“– versicherte ein Mitglied der Übergangsregierung in der offiziellen Presse.

Die Häufigkeit der angeordneten Massenkundgebungen hat sich ebenfalls verringert. Die Idee Fidel Castros - das Volk permanent in Schacht zu halten -  scheint nicht mehr aktuell zu sein. Keine langen Märsche an der Uferstraße mehr, keine Protestkundgebungen, keine Großdemos am Platz der Revolution nur noch das Nötigste.  

Die Übergangsregierung versucht nach innen und nach außen, den Eindruck einer kollektiven Machtausübung zu vermitteln. Die Gesichter der kubanischen Machtrepräsentanten wechseln mit ungewohnter Häufigkeit bei offiziellen Auftritten im Ausland und bei den politischen Veranstaltungen auf Kuba. Die staatliche Presse spricht von einem noch nie da gewesenen „Pluralismus“. Aber in der Machtverkörperung gibt es nichts Neues. Niemand traut sich aus der Reihe zu tanzen. „El que se mueve no sale en la foto“ – Wer sich bewegt, erscheint nicht auf dem Familienphoto –  erklärte neuerdings ein Kuba-Experte die abwartende Haltung der neuen Führungsriege.

Die Stagnation und ihre Nebenwirkungen umfassen mehr denn je alle Bereiche des Lebens. Die Einnahmen aus den Geschäften mit verbilligten Ölimporten aus Venezuela reichen kaum, um die lebensnotwendigsten Bedürfnisse der kubanischen Bevölkerung zu befriedigen.

Im Dezember besuchte eine Delegation des US-Kongresses Havanna. Sie wollten über eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen sprechen – auch über die Aufhebung des so genannten „Wirtschaftsembargos“ -. Raúl Castro empfing sie nicht.  Die Begründung: Solange die Administration im „Weißen Haus“ die aggressive Rhetorik der Miami Exilkubaner unterstützt, wird in Kuba niemand  mit offiziellen Stellen der USA sprechen – war die lapidare Antwort der kubanischen Regierung. Obwohl man von offizieller Stelle kurz vorher in den Medien die Gesprächsbereitschaft erklärt hatte. 

Wie in der DDR im Jahre 1987 – 2 Jahre vor dem „Fall der Berliner Mauer“ -  sind auch in Kuba Kontinuität und Verharren in der alten Politik - angesagt. Der  Wunsch der Menschen nach Veränderungen  wird einfach übersehen. Die Kluft zwischen der Realität und den in den Reden der Machthaber vorgegaukelten „paradiesischen Landschaften“ vergrößert sich zunehmend. Die Kubaner trauen sich jedoch noch nicht, für Reformen in die Öffentlichkeit zu gehen.

Die Informationsblockade der Regierung gegenüber der eigenen Bevölkerung wurde weiter verschärft. Eine groß angelegte Aktion der Polizei zum Abbau von heimlich selbst gebastelten Fernsehschüsseln auf den Dächern  - läuft seit einigen Monaten in den wichtigsten kubanischen Städten. Man versucht den Empfang „kapitalistischer“ Fernsehprogramme aus Florida damit zu verhindern. Die neue Führungsriege wünscht keine ungesteuerten fremden Einflüsse von Außerhalb, die ihre Monopolstellung bei der Meinungsbildung gefährden könnte.

ENDE

 
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Die Kubanisch-Amerikanische Nationale Stiftung ist eine Organisation einer Gruppe Exilkubaner, die sich für die Demokratie und die Wende in Kuba einsezt. Unter den Vorsitz von Jorge Mas Santos steuerte die CANF einen neuen realistischen Kurs zur tatkräftigen Unterstützung des Reformprozeß in Kuba.

 

penclub

 Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.

 

 

icftu

Der Internationale Bund Freier Gewerkschaften wurde im Jahre 1949 gegründet. Mitglieder sind 241 Gewerkschaften aus 156 Ländern. Die ICFTU hat mehrmals auf die Lage in Kuba aufmerksam gemacht.  

 

payolibre_logo_50 Pablito oder "Payo" ist die beste Adresse im Internet um über die politischen Gefangenen in Kuba zu erfahren.

cuba_libre_digital Wer Spanisch kann und sich für Kuba und Lateinamerika interessiert, sollte dieses Portal besuchen. Der Chefredakteur, Jorge Fonseca, ist ein erfahrener kubanischer Journalist. Nachrichten über Kuba aus aller Welt, aber vorallem aus der Insel!.

 

 

flamurEin Frauenprojekt mit ökologischen und sozialen Hintergrund. FLAMUR Projekt "Con la Misma Moneda": In Kuba soll es nur ein einziges Zahlungsmittel geben. Gleiche Chancen=Gleiche Währung. Leider alles nur in Spanisch!

 

cubasindical-org Eine Übersicht über die Lage der unabhängigen Gewerkschaften in Kuba sowie die arbeitsrechtliche Situation der kubanischen Arbeiter. Sprache: Spanisch u. English 

 

CubaNuestraDigital  Die Webseite für versierte Leser, die nicht nur informiert werden wollen, sondern auch die Hintergründe über die Ereignisse in Kuba wissen wollen. Die Chefredaktion behauptet von sich, sie seien "die rebellischen Kinder der kubanischen Revolution". Sprachen: Spanisch, Englisch und Schwedisch.

 

martha_asamblealogo1

Die "Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft" gehört zu den aktivsten Gruppen der kubanischen Opposition. Ihr Wortführer ist Martha Beatríz Roque

 

 

logo_cuba-archive Ein Kompendium der Verbrechen, die in Kuba begangen wurden. Die Projektleiterin, María Werlau, schreibt für den "Sun" und den "Miami Herald". In englischer Sprache. 

cuba-europa_en_futuro

Das Portal der gleichnamige Initiative der sozialistischen Gruppe im Europäischen Parlament zur Unterstützung  der linksgerichteten Kräfte sowohl innerhalb als auch außerhalb Kubas. Vordergrundig werden Informationen über Arco Progresista veröffentlicht. 

 

 

mt_ignore

 

Das Portal der Initiativen "Varela " und "Todos Cubanos " der "Movimiento Cristiano Liberación"

 

 

Damas Das Internetportal der "Damen in Weiß". Einer der wichtigsten Bewegungen der Zivilgesellschaft

 

 

 

 

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Boris Luis Santa Coloma
Redakteur 

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