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Die Oppositionellen
Gruppen “Centro de Información sobre Democracia“ und “Partido Popular Joven
Cuba” riefen die kubanische Bevölkerung auf, die Wahlzettel bei den
bevorstehenden Wahlen mit regimefeindlichen Parolen ungültig zu machen.
AUFRUF
Es ist schon ein halbes Jahr vergangen - seit der
Machtübergabe von Fidel Castro an seinen Bruder Raúl Castro. Diese Nachfolge
ist ein Versuch, die Macht des seit fast vier Jahrzehnten gegen den Willen der
kubanischen Nation regierenden totalitären Regimes zu verlängern.
Der 24. Februar ist
ein wichtiges Datum für die Kubaner. Es ist der „Grito de Baire“. An diesem Tag
begann 1895 der Kampf, um die Unabhängigkeit des kubanischen Volkes unter der
Führung von José Martí.
Mehrere oppositionelle
Organisationen nehmen dieses Datum als Anlass, um die Bevölkerung zu einem
Kreuzzug gegen die Regierung aufzurufen. Wir wollen der Welt zeigen, dass wir
bereit sind für die Wiederherstellung der Demokratie und der Freiheit zu
kämpfen.
Wir wollen diesen
Kreuzzug bis zu den Wahlen zur Nationalversammlung im Dezember 2007
weiterführen. Während dieser Zeit rufen wir alle Kubaner auf, ihre Ablehnung
der jetzigen Gesellschaftsordnung in Kuba in die Öffentlichkeit zu tragen.
Ebenfalls rufen wir die Menschen zur Nichtteilnahme an den Wahlen im Dezember auf.
Wegen der Angst vor dem
Verlust der Arbeit oder anderen Repressalien werden es sicher viele nicht
wagen, an den Wahlen nicht teilzunehmen.
Wir bitten diese Landsleute, dass sie ihre Wahlzettel mit antikommunistischen
Parolen ungültig machen.
Wir müssen aus den
Erfahrungen der ehemaligen DDR lernen. Dort hatte das Volk bei den Wahlen dem
politischen System eine Absage erteilt. Bei diesen Wahlen unter der Aufsicht
von Institutionen der Zivilgesellschaft (Kirchen, Vereine, mutualistische
Verbände, etc) wurde dem „deutschen Kommunismus“ jede moralische Autorität aberkannt.
Das war die entscheidende Wende zur Demokratisierung und Wiedervereinigung
Deutschlands.
Es wäre ein gutes
Zeichen, wenn es uns gelingt, bei den nächsten Wahlen das Regime abzulehnen.
Das wäre vielleicht der erste Schritt, um Kritik an den jetzigen Verhältnissen
in Kuba nicht nur leise, sondern in der Öffentlichkeit auszutragen. Dieses
anonyme NEIN bei den Wahlen kann ein entscheidender Beitrag zum demokratischen
Reformprozess werden. Damit wäre der Versuch - die geplante totalitäre
Nachfolge zu sichern - gescheitert.
Kubaner, Landsleute,
einigen wir uns!
Sagt NEIN zu
offiziellen Losungen über die „Unfehlbarkeit des Sozialismus“!
Setzt ein Zeichen!
Nieder mit dem Kommunismus!
Gemeinsam können wir
es erreichen!
Carlos
Ríos Otero
Centro de Información Sobre Democracia
Rafael
E. Ávila Pérez
Partido Popular Joven Cuba
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