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Freitag, 12. März 2010
 

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(Mini-MP3-Player v2 ©Ute Jacobi)

  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

"Play Sound"

 

Karikatur

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Politische Häftlinge in Kuba
Ruhe vor dem Sturm? Drucken E-Mail
Mittwoch, 7. Februar 2007

Seit Fidel Castro die Regierungsgeschäfte abgegeben hat, gibt es kaum Informationen aus Kuba. Journalisten werden ausgewiesen. Doch auf der Karibikinsel brodelt es. Der "Windrose" ist es nun gelungen, einen Reporter nach Kuba zu schicken.

Manuskript des Beitrages der MDR-Sendung Windrose vom 04.02.2007

von Stephan Kloss

Exotische Rhythmen und schöne Frauen. Im weltberühmten "Tropicana" zeigt Kuba seine beste Seite. Die berauschende Glitzer- und Gesangsshow lockt jedes Jahr tausende Touristen an. Doch die Karibik-Insel schillert längst nicht mehr so bunt, wie in heißen Tropicana-Nächten.

 

Dem Verfall ausgeliefert

Havanna am Morgen - eine Stadt voller Tristesse. Unterwegs in der Pferdekutsche durch die Altstadt. Nach 48 Jahren Kommunismus und Misswirtschaft droht Kubas Hauptstadt der Verfall. Nur wenige der einst prächtigen Kolonialgebäude sind restauriert. Miguel und José verdienen sich mit Kutschfahrten ein paar Pesos. Wie so viele Kubaner sind auch die beiden frustriert. Wir interviewen mit versteckter Kamera, denn das Castro-Regime bestraft offene kritische Meinungen fast immer mit Gefängnis. Erst zögerlich, dann aber doch konkret antwortet Miguel:

O-Ton: Miguel

"Es muss sich hier vieles ändern. Wir brauchen einen großen, offenen Markt. Mehr Wohlstand. Mehr Arbeit. Wir brauchen Veränderungen."

Reporter: "Was muss sich politisch ändern?"

"Wir brauchen endlich verschiedene Parteien in Kuba und freie Wahlen. Jetzt gibt es ja nur die kommunistische Partei. Wir brauchen ein Mehrparteien-System. Und nicht nur diese eine."

Was Touristen oft verborgen bleibt: Kuba ist ein Überwachungsstaat. An jeder Straßenecke Sicherheitspolizei. Ständig müssen Kubaner mit Kontrollen und Schikanen rechnen. Wer mit Ausländern spricht, macht sich automatisch der Spionage verdächtig. Weil auf der Zuckerinsel der Staat alles kontrolliert, sind Privatgeschäfte bis auf wenige Ausnahmen verboten. Viele Kubaner leben in Armut. Bei rund 15 Euro liegen die meisten Einkommen - im Monat.

In einer Seitenstraße Havannas treffen wir uns heimlich mit Ramon. Wir filmen trotz der Gefahr, von einem Informanten der kubanischen Staatssicherheit entdeckt zu werden. Um zu überleben, versucht der Künstler seine Werke an Touristen zu verkaufen, die er auf der Straße anspricht. Besonders beliebt: Motive von Kuba und Frauen. Um Ramon vor der Polizei zu schützen, zeigen wir sein Gesicht nicht. Als wir mit ihm durch Havannas Altstadt laufen, macht er seinem Ärger Luft.

 

O-Ton: Ramon, Künstler

"Wir hoffen auf eine Zukunft ohne die da oben, ohne Castro. Der ist doch 80, der ist Vergangenheit. Wir brauchen einen neuen Staatschef. Jemand der viel jünger ist und wir brauchen endlich Veränderung. Die kubanische Revolution ist doch tot. Viele Leute in Kuba haben nicht mal was zu essen. Doch die Regierung zeigt das nicht im staatlichen Fernsehen. Die Lügen dort doch nur. Das ist alles politischer Irrsinn. Hier gibt es keine Zukunft." Plötzlich kommt ein Sicherheitspolizist auf uns zu und verlangt Ramons Ausweis. Ganz offenbar wurden wir die ganze Zeit über beobachtet. Der Maler wird auf der Stelle verhört. Ramons Vergehen: Er hat sich mit einem Ausländer unterhalten. Ob der Künstler ins Gefängnis musste, ließ sich nicht mehr herausbekommen. Obwohl schwerstkrank wacht Fidel Castro noch immer allgegenwärtig. Sein kubanischer Kommunismus ist marode, Kuba nicht fit für die Zukunft. Von den glorreichen Zeiten der Revolution berichten nur noch schwulstige Propaganda-Plakate. Die Misere auf der Karibik-Insel wird durch ein US-Handelsembargo zusätzlich verschlimmert. In Havannas Hafen legen deshalb kaum noch Handelsschiffe an.

Touristen, die noch immer reichlich die Insel besuchen, sind der einzige Rettungsanker für die Los Matadores in Havannas Altstadt. Nicht nur für sie. Die fünf Vollblutmusiker sind zusammen fast 450 Jahre alt. Mit ihrer Klimperei verdienen sie ein paar Pesos, denn die Renten hier sind mickrig. Ein direktes Gespräch wegen der Polizei ist zu gefährlich. Maria aber, eine Freundin der fünf, die beim Verkauf der selbstgebrannten CDs hilft, beklagt fehlende Meinungsfreiheit.


O-Ton: Maria

"Wenn Du hier über die Regierung redest, wirst du doch weggesperrt. Die stecken Dich für 30 Jahre in den Knast. Uns geht es seit Anfang der 90er sehr schlecht. Wir haben Lebensmittelkarten und nicht einmal damit bekommt man ausreichend zu essen. Das Leben ist wirklich hart, überall in Kuba. Und über Kommandant Fidel Castro darf man gar nicht erst nicht reden."

Nach 48 Jahren haben die vielen Kubaner die Nase voll von Kommunismus. Sie sehnen sich nach einer sozialen Wirtschaft, besseren Gehältern, nach Reise- und Meinungsfreiheit. Nach einem neuen Kuba. Aber möglichst ohne Fidel Castro.

ENDE 

 
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Die Kubanisch-Amerikanische Nationale Stiftung ist eine Organisation einer Gruppe Exilkubaner, die sich für die Demokratie und die Wende in Kuba einsezt. Unter den Vorsitz von Jorge Mas Santos steuerte die CANF einen neuen realistischen Kurs zur tatkräftigen Unterstützung des Reformprozeß in Kuba.

 

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 Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.

 

 

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Der Internationale Bund Freier Gewerkschaften wurde im Jahre 1949 gegründet. Mitglieder sind 241 Gewerkschaften aus 156 Ländern. Die ICFTU hat mehrmals auf die Lage in Kuba aufmerksam gemacht.  

 

payolibre_logo_50 Pablito oder "Payo" ist die beste Adresse im Internet um über die politischen Gefangenen in Kuba zu erfahren.

cuba_libre_digital Wer Spanisch kann und sich für Kuba und Lateinamerika interessiert, sollte dieses Portal besuchen. Der Chefredakteur, Jorge Fonseca, ist ein erfahrener kubanischer Journalist. Nachrichten über Kuba aus aller Welt, aber vorallem aus der Insel!.

 

 

flamurEin Frauenprojekt mit ökologischen und sozialen Hintergrund. FLAMUR Projekt "Con la Misma Moneda": In Kuba soll es nur ein einziges Zahlungsmittel geben. Gleiche Chancen=Gleiche Währung. Leider alles nur in Spanisch!

 

cubasindical-org Eine Übersicht über die Lage der unabhängigen Gewerkschaften in Kuba sowie die arbeitsrechtliche Situation der kubanischen Arbeiter. Sprache: Spanisch u. English 

 

CubaNuestraDigital  Die Webseite für versierte Leser, die nicht nur informiert werden wollen, sondern auch die Hintergründe über die Ereignisse in Kuba wissen wollen. Die Chefredaktion behauptet von sich, sie seien "die rebellischen Kinder der kubanischen Revolution". Sprachen: Spanisch, Englisch und Schwedisch.

 

martha_asamblealogo1

Die "Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft" gehört zu den aktivsten Gruppen der kubanischen Opposition. Ihr Wortführer ist Martha Beatríz Roque

 

 

logo_cuba-archive Ein Kompendium der Verbrechen, die in Kuba begangen wurden. Die Projektleiterin, María Werlau, schreibt für den "Sun" und den "Miami Herald". In englischer Sprache. 

cuba-europa_en_futuro

Das Portal der gleichnamige Initiative der sozialistischen Gruppe im Europäischen Parlament zur Unterstützung  der linksgerichteten Kräfte sowohl innerhalb als auch außerhalb Kubas. Vordergrundig werden Informationen über Arco Progresista veröffentlicht. 

 

 

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Das Portal der Initiativen "Varela " und "Todos Cubanos " der "Movimiento Cristiano Liberación"

 

 

Damas Das Internetportal der "Damen in Weiß". Einer der wichtigsten Bewegungen der Zivilgesellschaft

 

 

 

 

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Boris Luis Santa Coloma
Redakteur 

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