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Freitag, 30. Juli 2010
 

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  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

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Karikatur

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Politische Häftlinge in Kuba
Kubanische Intellektuelle fordern eine “Kulturrevolution” Drucken E-Mail
Montag, 15. Januar 2007

Im Internet kursieren Zurzeit zahlreiche kritische Briefe kubanischer Künstler und Schriftsteller. Auslöser war das plötzliche Auftreten im kubanischen Fernsehen zweier der wichtigsten Kultur- Zensoren der 60er und 70er Jahre. Dadurch wurden bei vielen die Erinnerungen an die Verfolgungen von selbständig denkenden Kulturschaffenden in jenen Jahren wachgerufen. Auch ein in Berlin lebender kubanischer Autor, Amir Valle äußerte sich zu den Vorgängen in seiner Heimat.

Autor: Boris Luis Santa Coloma

amir-valleAmir Valle wurde 1967 in Kuba geboren. In seiner Heimat zeichnete man ihn mit nationalen und internationalen Literaturpreisen aus. Dazu gehört der Preis "La Llama Doble" für erotische Romane, der ihm 2000 und erneut 2003 verliehen wurde. Amir lebt heute in Berlin, ist aber nicht uninteressiert an den Ereignissen in seiner Heimat.

Die Gemüter der kubanischen Intellektuellen sind augenblicklich sehr erregt. Das Land will einen Wandel und sie wollen dabei Sprachrohr der Gefühle der Menschen werden.

Die Regierung weiß das und versucht die rollende Lawine zu stoppen. Die zwei oben genannten Zensoren sollen wieder in öffentliche Ämter eingesetzt werden – zumindest empfinden die Intellektuellen das so- mit dem staatlichen Auftrag „Ordnung im Schiff zu schaffen und alle eventuellen Abweichler auf Linie zu trimmen“.

Der Schriftsteller, Amir Valle, schloss sich den kritischen Stimmen seiner Kollegen an und wandte sich in einem offenen Brief im Internet an die Weltöffentlichkeit.

Nach seiner Auffassung vollziehen sich seit der Erkrankung Fidel Castros interessante Entwicklungen an der Spitze der kubanischen Regierung, die man nicht aus den Augen verlieren darf.

Der Autor des Romans „Habana Babilonia“  spricht sich für Reformen im System aus, allen voran für die Abschaffung menschenfeindlicher Praktiken, wie die Verfolgung und das Berufsverbot für Andersdenkende Schriftsteller und Künstler bezüglich ihrer Weltanschauung.


Amir will das Ende der „Kulturapartheid“, die festlegt welche Künstler arbeiten dürfen und wo nur die „Regimetreuen“ ihre Arbeiten veröffentlichendürfen.

Die kubanischen Intellektuellen wollen eine „Wende“ in der Kulturpolitik. Amir Valle ist der Meinung, die Regierung hat nicht das Recht ohne vorherige Meinungsumfragen im Namen der gesamten Bevölkerung zu sprechen und zu handeln. Der Zivilgesellschaft sollte ein größerer Spielraum eingeräumt werden und die Intellektuellen müssen dabei ihrer Rolle gerecht werden können. Voraussetzung dafür ist jedoch, sie müssen zuerst  ihre Ängste überwinden.

In seinem Brief beschreibt Valle, wie die Machthaber durch raffinierte Methoden die öffentliche Meinung manipulieren. Vertrauensleute des Regimes werden in Schlüsselpositionen der Medien zur Kontrolle platziert. Er erwähnt als Beispiel den gegenwärtigen Vorsitzenden des kubanischen Rundfunkrates, ICRT. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Direktor der Filmabteilung der Armee, ein Mann des Vertrauens Raul Castros.

Amir Valle erinnert an die früheren Verfolgungsjagden gegen „Abweichler“ in Kuba. Hauptverantwortliche  waren damals der „Comandante“ Jorge Serguera, an der Spitze des Rundfunkrates und Luis Pavón als Kultusminister. Beide wurden vor kurzem  wieder im Fernsehen gezeigt. Das brachte die Gemüter der Intellektuellen in Wallung. In beiden Fällen handelt es sich um Vertrauensleute von Raúl Castro (Mitglieder der „Alten Garde“). Die Frau des „Comandante“ Serguera war früher sogar Stellvertreterin von Vilma Espín, der Ehefrau von Raúl Castro.

Nach Auffassung des Schriftstellers Amir Valle soll den Intellektuellen das Recht eingeräumt werden, auch für Medien zu arbeiten, die nicht unter der Kontrolle der kubanischen Machthaber stehen. Damit sind beispielsweise unabhängige Publikationen – wie die Zeitschrift „Encuentro de la Cultura Cubana“ gemeint, die das Thema Kuba vorrangig behandeln.

Valle – eine kritische Stimme der kubanischen Intellektuellen – ruft seine Kollegen auf einen „würdigen Platz“ im bereits begonnen Wendeprozess in Kuba einzunehmen. Er schließt sich voll den Ideen des peruanisch-spanischen Schriftstellers, Mario Vargas Llosa in seinem Vergleich zwischen der linken und der rechten Diktaturen an.

Beide haben etwas gemeinsam: Ihr Ziel ist die Meinung der Leute zu kontrollieren.

ENDE

 
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 Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.

 

 

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Der Internationale Bund Freier Gewerkschaften wurde im Jahre 1949 gegründet. Mitglieder sind 241 Gewerkschaften aus 156 Ländern. Die ICFTU hat mehrmals auf die Lage in Kuba aufmerksam gemacht.  

 

payolibre_logo_50 Pablito oder "Payo" ist die beste Adresse im Internet um über die politischen Gefangenen in Kuba zu erfahren.

cuba_libre_digital Wer Spanisch kann und sich für Kuba und Lateinamerika interessiert, sollte dieses Portal besuchen. Der Chefredakteur, Jorge Fonseca, ist ein erfahrener kubanischer Journalist. Nachrichten über Kuba aus aller Welt, aber vorallem aus der Insel!.

 

 

flamurEin Frauenprojekt mit ökologischen und sozialen Hintergrund. FLAMUR Projekt "Con la Misma Moneda": In Kuba soll es nur ein einziges Zahlungsmittel geben. Gleiche Chancen=Gleiche Währung. Leider alles nur in Spanisch!

 

cubasindical-org Eine Übersicht über die Lage der unabhängigen Gewerkschaften in Kuba sowie die arbeitsrechtliche Situation der kubanischen Arbeiter. Sprache: Spanisch u. English 

 

CubaNuestraDigital  Die Webseite für versierte Leser, die nicht nur informiert werden wollen, sondern auch die Hintergründe über die Ereignisse in Kuba wissen wollen. Die Chefredaktion behauptet von sich, sie seien "die rebellischen Kinder der kubanischen Revolution". Sprachen: Spanisch, Englisch und Schwedisch.

 

martha_asamblealogo1

Die "Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft" gehört zu den aktivsten Gruppen der kubanischen Opposition. Ihr Wortführer ist Martha Beatríz Roque

 

 

logo_cuba-archive Ein Kompendium der Verbrechen, die in Kuba begangen wurden. Die Projektleiterin, María Werlau, schreibt für den "Sun" und den "Miami Herald". In englischer Sprache. 

cuba-europa_en_futuro

Das Portal der gleichnamige Initiative der sozialistischen Gruppe im Europäischen Parlament zur Unterstützung  der linksgerichteten Kräfte sowohl innerhalb als auch außerhalb Kubas. Vordergrundig werden Informationen über Arco Progresista veröffentlicht. 

 

 

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Das Portal der Initiativen "Varela " und "Todos Cubanos " der "Movimiento Cristiano Liberación"

 

 

Damas Das Internetportal der "Damen in Weiß". Einer der wichtigsten Bewegungen der Zivilgesellschaft

 

 

 

 

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Boris Luis Santa Coloma
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