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Dienstag, 16. März 2010
 

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  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

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Karikatur

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Politische Häftlinge in Kuba
Gallup: 75% aller Kubaner wollen einen Wechsel! Drucken E-Mail
Montag, 8. Januar 2007

boris

 

Eine Meinungsumfrage des Forschungsinstitutes „Gallup“ bestätigt die Ergebnisse der unabhängigen Meinungsumfrage von „Solidaridad Española con Cuba “. Die Bevölkerung der Insel will Arbeit und mehr Freiheit. Das Resultat des Pools verpasste der kubanischen Regierung einen gewaltigen Denkzettel.

Autor:Boris Luis Santa Coloma 

 

Das Meinungsforschungsinstitut „Gallup“ gab im Dezember die Ergebnisse ihrer Umfrage in Kuba bekannt. Die Umfrage wurde heimlich durchgeführt, da es bekanntlich die Regierung Kubas nicht gern sieht, dass sich jemand von außerhalb mit dem kubanischen Alltag befasst. Befragt wurden ein Tausend Kubaner aus den Städten Havanna und Santiago de Cuba. Ziel der Umfrage war ein Vergleich der Meinungen der Bewohner der zwei wichtigsten Städte Kubas mit den Ansichten der Bevölkerung anderer lateinamerikanischer Großstädte.

Das Ergebnis war verblüffend.

78% der befragten Kubaner ist zufrieden mit dem Bildungssystem und 75% mit dem Gesundheitswesen Kubas. Im Gegensatz dazu liegt die Akzeptanz der Lateinamerikaner bezüglich ihres Bildungssystems und Gesundheitswesen jeweils bei 59% und 57%.

Das sind die einzigen beiden Aspekte, die anscheinend für gut befunden werden in Kuba. Das kubanische System bekommt schlechte Noten bei den Fragen nach:  Freiheit, Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebensbedingungen, Demokratie und weitere von der Wissenschaft anerkannte Komponenten zur Messung der Lebensqualität eines einzelnen Menschen.

In diesem Zusammenhang ist das Thema Freiheit hervorzuheben. Nur 25% der Kubaner ist zufrieden mit ihrer individuellen Freiheit. Im Gegensatz dazu empfinden 80% der Lateinamerikaner, dass sie in Freiheit leben. Damit schneidet Kuba nicht nur schlechter als allen anderen lateinamerikanischen Ländern ab, sondern auch gegenüber Staaten wie Zimbabwe (32%) und Äthiopien (30%), die nicht gerade beispielgebend im Punkt Menschenrechte sind. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass Kuba eines der Länder auf der Welt ist, wo sich die eigene Bevölkerung am wenigsten frei im Alltagsleben fühlt.

Dieses Resultat bestätigt auch die Ergebnisse der Ersten Unabhängigen Meinungsumfrage von „Solidaridad Española con Cuba“ aus Dezember 2005, wonach 80% der Kubaner eine Veränderung ihrer Lebenssituation wollen.  

Der Frust innerhalb der Bevölkerung der Insel zeigt sich ebenfalls bei der Frage „wie zufrieden sind Sie mit ihren Möglichkeiten ihr Talent und Können zu entfalten“.

Nur 34% der Befragten gaben eine positive Antwort. In der lateinamerikanischen Region liegt dieser Wert jedoch bei 66%. Die Mehrheit der Bevölkerung will ein anderes System mit wenigen Restriktionen.

Die Leute auf der Insel sind ebenfalls unzufrieden mit ihren Zugang zu neuen Technologien. Sie glauben ihre Regierung tut zu wenig um das Land diesbezüglich voran zu bringen.

In Kuba hat nur 1% der Bevölkerung von der Regierung zugelassenen Internetzugang.

In Lateinamerika liegt dieser Wert bei 24% der Bevölkerung.

Die vielleicht größte Überraschung der Umfrage war das Ergebnis der Frage: was die Kubaner über die USA denken. Nach fast einem halbem Jahrhundert Indoktrinierung  der Bevölkerung sie im antiamerikanischen Sinne zu erziehen, empfindet die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor die USA als ihre bevorzugte Vergleichsmöglichkeit. 44% der Befragten glaubt die Dinge würden besser laufen, wenn die USA Haupthandelspartner Kubas wäre.

Im Vergleich dazu liegt China mit 17% nicht gerade in der Präferenz der Menschen auf der Insel.

Eine weitere interessante Schlussfolgerung aus der Umfrage ist die Akzeptanz des Systems an Hand der Meinung über die Regierung. Obwohl die Menschen auf Kuba nur sehr zögerlich, ein Urteil über den Machtapparat abgeben, da sie Repressalien befürchten. Trotzdem erklärten sich 40 % der Befragten nicht einverstanden mit der Tätigkeit der Regierung. Nur 13 % der Angesprochenen weigerten sich auf die Frage zu antworten, da sie nicht wussten, ob eine negative Antwort mit Folgen verbunden wäre. Viele der Befragten waren jedoch mutig genug sich zu äußern.

Im Auftrag der offiziellen Zeitung „Juventud Rebelde“, Zentralorgan der „Kommunistischen Jugendorganisation Kubas“ wurden zum Jahreswechsel 300 junge Menschen nach ihrem Wohlbefinden befragt. Bei dieser Befragung ging der Schuss nach hinten los. Das Ergebnis brachte nicht die erwartete Übereinstimmung mit der Regierungspolitik. Sondern es wurden die Resultate der Umfragen von „Gallup“ und „Solidaridad Española con Cuba“ bestätigt. Die große Mehrheit der befragten Jugendlichen äußerte den Wunsch nach Veränderungen, allerdings unter sozialistischen Bedingungen. Da sie täglich durch die Medien ihre Ration Angst vor einer demokratischen Wende eingeimpft bekommen, hält man sich immer noch gern an dem Bild einer Wende unter sozialistischen Bedingungen fest. Der ersehnte Traum der Teilnehmer der Befragung von „Juventud Rebelde“ war - jede Woche Fleisch zu essen, uneingeschränkt reisen zu können, sowohl in Kuba als auch ins Ausland und ein Computer zu besitzen.

Aus diesen Fakten kann man schließen, dass die Kubaner zwar einen Wechsel wollen, jedoch Angst davor haben. Die Leute wissen, das System ist ein Fiasko, aber zögern den ersten Schritt in Richtung Veränderung zu machen. Der Reformprozess ist für sie eine große Unbekannte. Es wird noch einige Zeit dauern, bis sie ihre Ängste überwinden und den Mut zu Veränderungen aufbringen. Alles ist nur noch eine Frage der Zeit….

ENDE

 
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Die Kubanisch-Amerikanische Nationale Stiftung ist eine Organisation einer Gruppe Exilkubaner, die sich für die Demokratie und die Wende in Kuba einsezt. Unter den Vorsitz von Jorge Mas Santos steuerte die CANF einen neuen realistischen Kurs zur tatkräftigen Unterstützung des Reformprozeß in Kuba.

 

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 Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Auch verfolgter Verleger, Redakteure und Journalisten nimmt sich das Committee inzwischen an.

 

 

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Der Internationale Bund Freier Gewerkschaften wurde im Jahre 1949 gegründet. Mitglieder sind 241 Gewerkschaften aus 156 Ländern. Die ICFTU hat mehrmals auf die Lage in Kuba aufmerksam gemacht.  

 

payolibre_logo_50 Pablito oder "Payo" ist die beste Adresse im Internet um über die politischen Gefangenen in Kuba zu erfahren.

cuba_libre_digital Wer Spanisch kann und sich für Kuba und Lateinamerika interessiert, sollte dieses Portal besuchen. Der Chefredakteur, Jorge Fonseca, ist ein erfahrener kubanischer Journalist. Nachrichten über Kuba aus aller Welt, aber vorallem aus der Insel!.

 

 

flamurEin Frauenprojekt mit ökologischen und sozialen Hintergrund. FLAMUR Projekt "Con la Misma Moneda": In Kuba soll es nur ein einziges Zahlungsmittel geben. Gleiche Chancen=Gleiche Währung. Leider alles nur in Spanisch!

 

cubasindical-org Eine Übersicht über die Lage der unabhängigen Gewerkschaften in Kuba sowie die arbeitsrechtliche Situation der kubanischen Arbeiter. Sprache: Spanisch u. English 

 

CubaNuestraDigital  Die Webseite für versierte Leser, die nicht nur informiert werden wollen, sondern auch die Hintergründe über die Ereignisse in Kuba wissen wollen. Die Chefredaktion behauptet von sich, sie seien "die rebellischen Kinder der kubanischen Revolution". Sprachen: Spanisch, Englisch und Schwedisch.

 

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Die "Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft" gehört zu den aktivsten Gruppen der kubanischen Opposition. Ihr Wortführer ist Martha Beatríz Roque

 

 

logo_cuba-archive Ein Kompendium der Verbrechen, die in Kuba begangen wurden. Die Projektleiterin, María Werlau, schreibt für den "Sun" und den "Miami Herald". In englischer Sprache. 

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Das Portal der gleichnamige Initiative der sozialistischen Gruppe im Europäischen Parlament zur Unterstützung  der linksgerichteten Kräfte sowohl innerhalb als auch außerhalb Kubas. Vordergrundig werden Informationen über Arco Progresista veröffentlicht. 

 

 

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Das Portal der Initiativen "Varela " und "Todos Cubanos " der "Movimiento Cristiano Liberación"

 

 

Damas Das Internetportal der "Damen in Weiß". Einer der wichtigsten Bewegungen der Zivilgesellschaft

 

 

 

 

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Boris Luis Santa Coloma
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