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Die USA sollten der Dialogbereitschaft des Regimes
mehr Beachtung schenken
Quelle: Noticuba Internacional
Die Mehrheit der kubanischen Opposition versteht die
Abwesenheit Fidel Castros von der Militärparade am 02.12.06 als das Ende seiner
Ära.
Auf der anderen Seite ist die Opposition der Auffassung,
dass unter Raúl Castro als Staatsoberhaupt keine großen Veränderungen zu
erwarten sind. Trotzdem ist seine Botschaft an Washington in seiner Ansprache
auf der Militärparade als eine positive Geste zu bewerten.
Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Kubas und
Sprecher der Dachorganisation „Todos Unidos“, Vladimiro Roca Antúnez stellte
fest, „Kuba ist Zeuge des Endes der Ära Castros und des Beginns einer neuen
Zeit mit Raúl Castro an der Spitze. Einer Regierung unter einer sehr starken
Beteiligung der Armee“.
Roca – glaubt nicht an eine Wende unter Raúl Castro und
äußerte weiter- „.abwarten, die
Ereignisse werden zeigen ob ich recht habe oder nicht“.
In seiner Rede am 02.12.2006 schlug Raúl Castro den USA indirekt
vor, mit der kubanischen Regierung gemeinsam über Meinungsverschiedenheiten zu
sprechen.
Der Vorsitzende der sozialistischen Gruppe „Arco
Progresista “, Manuel Cuesta Morúa brachte seine Ängste zum Ausdruck, dass unter
Raúl Castro eine stärkere Verfolgung Andersdenkenden stattfinden könnte. „…Leider
erwarte ich von Raúl Castro nichts Positives für die Opposition“ – versicherte
der Sozialist Morúa - . Raúl wird es schwerer haben als Fidel, denn ihm fehlt das Charisma seines Bruders.
Deshalb ist er auf eine Politik der Stärke angewiesen“.
Tatsächlich hat die Verfolgung der friedlichen Opposition
seit der Bekanntgabe der Erkrankung Castros zugenommen.
Jedoch stimmen die beiden sozialdemokratischen Wortführer,
Vladimiro Roca und Cuesta Murúa überein, dass das Angebot der Regierung in
Havanna an Washington eine positive Geste darstellt. In diesem Zusammenhang
vertrat Morúa die Auffassung, die Regierung der USA sollte dieses Angebot nicht
ablehnen. Nach seiner Auffassung wird das Ende des „kalten Krieges“ zwischen
den USA und Kuba eine entscheidende Bedeutung für den Beginn eines Nationaldialogs
auf der Insel haben.
Die erste Reaktion der amerikanischen Regierung auf das
kubanische Angebot war abweisend. Das amerikanische Außenministerium erklärte,
das der Dialog zwischen den Kubanern stattfinden sollte, um eine demokratische
Zukunft aufzubauen.
Der
Dissident, Oscar Espinosa Chepe, sprach sich für einen Dialog „aber unter
Einbeziehung der Frage der bedingungslose Freilassung aller politischer Gefangenen” aus.
ENDE
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