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Freitag, 30. Juli 2010
 

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  Beitrag von Peter Schumann im Deutschland Radio,

"Schwarzer Frühling in Havana

gesendet im März 2007

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Karikatur

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Politische Häftlinge in Kuba
Die Abwesenheit von Fidel und Raúl Drucken E-Mail
Donnerstag, 30. November 2006

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Autor: Ernesto F. Betancourt

Das Regime in Havanna feiert den 50. Jahrestag der Landung der „Granma“. In der kubanischen Ikonographie gilt dieses Datum als der  „Gründungstag der Streitkräfte“. Das runde Jubiläum bietet dem Machthaber Anlass - sich selbst zu feiern. Mehrere Tage offizieller Feierlichkeiten unter Teilnahme von ca. tausend ausländischen Gästen sind geplant.


Die feierliche Eröffnungsveranstaltung fand am 28. November 06 im Theater „Karl Marx“ in Havanna statt. Weder Fidel Castro noch sein Bruder Raúl waren anwesend. Die Ansprache hielt der Comandante Juan Almeida, einer der „historischen“ Führer. Für die Kuba-Experten warf die Abwesenheit der Gebrüder Castros viele Fragen auf. Warum nahm Raúl nicht teil? Wieso nimmt der „Nachfolger“ von Fidel seinen Platz  nicht öffentlich ein?

Der venezolanische Präsident, Hugo Chávez -kündigte jedoch an, Fidel habe ihm versichert, er werde wie ein „Phoenix“ -  nach Vierzig Jahren an der Macht - zurückkehren. (!!!!)

Fakt ist: Bis jetzt gibt es keine offizielle Erklärung über die Abwesenheit von Raúl bei der feierlichen Veranstaltung im „Karl Marx“ Theater. Die spanische Pressagentur EFE schreibt, der „Palast der Revolution“ (sitzt der kubanischen Regierung) hüllt sich in Schweigen bezüglich der Teilnahme Raúls an der verspäteten Geburtstagsfeier Fidels im Dezember. Zur Erinnerung: Eigentlich waren die Feierlichkeiten anlässlich des Castro- Geburtstages für August 2006 vorgesehen. Sie wurden aber wegen der unerwarteten Erkrankung des Geburtstagskindes in den Dezember 2006 verlegt. Jetzt heißt es in einem kurzen Kommuniqué der kubanischen Regierung- Castro wird auch im Dezember nicht zu den nachträglichen Geburtstagsfeierlichkeiten erscheinen.

Manche Kuba-Experten glauben, die Stunde des Comandante Ramiro Valdés wäre gekommen. Vor kurzem wurde der Comandante von Raúl Castro - aus der Versenkung geholt und zum Minister ernannt. Der ehemalige „Compañero“ von Fidel und Raúl genießt in Wirklichkeit jedoch nicht das Vertrauen des mächtigen Kollegiums der Generäle.

Hinter verschlossenen Türen munkelt man, dass Raúl Castro sich bei seiner Frau Vilma – die kubanische First Lady – aufhält. Angeblich ist sie schwer krank und wurde auf eigenen Wunsch in ihre Heimatstadt Santiago de Cuba verlegt, um dort zu sterben. Egal was die wahren Ursachen für die Abwesenheit von Raúl sind, sein Verhalten stellt seine Führungsansprüche in Frage. Der andere Mann, der als Nachfolger Fidels in Frage käme - wäre der Comandante Ramiro Valdés. Er ist ebenfalls alt und gebrechlich. Vor einigen Monaten erlitt er einen Zusammenbruch während einer offiziellen Feier vor laufenden Kameras.

Für die „Castrologen“ ist es Zurzeit schwer, realistische Voraussagen bezüglich der Zukunft Kubas zu formulieren.

Die anderen Lager der kubanischen Machtkonstellation bilden - Carlos Lage, Ricardo Alarcón und der Außenminister, Perez Roque. Der Letztere ist der sichtliche Kopf der „ Kubanischen Taliban“ - einer Gruppe skrupelloser junger Männer, die bereit sind mit dem Teufel selbst zu paktieren, um die Macht zu erlangen.

Bei der Veranstaltung im „Karl-Marx“ Theater waren alle anwesend: Sowohl die „Raulisten“, die „Talibanisten“  und  auch die Generäle. Unter ihnen waren - Ulises Rosales del Toro, Leopoldo Cintra Frías und Alvaro López Mieira. Sie wissen sich in einer Schlüsselrolle und schweigen...  bis jetzt.....

In guter stalinistischer Manier saßen alle in trauter Gemeinsamkeit auf der Bühne. Dieses Bild erinnerte an die bekannten Fotos der Ehrentribüne der Militärparaden zu Zeiten der ehemaligen Sowjetunion. Man möchte unter den gegenwärtigen Umständen nach Außen als Einheit wirken.

Jedoch hinter der Fassade erinnert sich heimlich bestimmt mancher von denen, die heute auf der Ehrentribüne sitzen, an die letzten Tage von Batista. Viele unter den jetzigen Machthabern  machen sich mit Recht Sorgen um ihre Zukunft.

Das Regime nähert sich seinem Ende. Niemand unter den Machtfiguren ist bereit, eine Wende mit zu tragen. Sie haben nie gelernt, selbständig zu denken. Ihre Fähigkeiten beschränken sich auf zunicken sowie Befehle empfangen und weiterzuleiten. Die Zukunft aber wird getragen von reformwilligen Menschen, die bereit sind nach Lösungen zu suchen - für die dringenden Probleme der Menschen in Kuba auf der Grundlage einer demokratischen Öffnung und unter Einführung der Privatinitiative.

Diario Las Americas
Veröffentlicht am 28. Nov. 2006

 
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